Blutegeltherapie - Physiotality. Ganzheitliche Physiotherapie für Pferde

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Blutegeltherapie
Blutegeltherapie
Spricht man vom Blutegel, hört man meist dasselbe: glitschig, schwarz, blutrünstig, eklig. Das ist eine gängige Reaktion auf die erstmalige Konfrontation mit einem Blutegel - aber das stimmt nicht so ganz. Blutegel sind farbig, elegante Schwimmer, ungefährlich und überhaupt nicht eklig. Und sie helfen - so gut, dass seit vielen Jahrtausenden Menschen und Tiere sich ihre Heilkünste zu Nutze machen.

Bei der Blutegeltherapie wird ein "natürlicher Therapeut" eingesetzt, der zu den ältesten Bewohnern unserer Erde gehört. Blutegel sind sehr sensible und empfindliche Tierchen, die mit viel Ruhe und Geduld behandelt werden wollen – werden sie Stress, Hektik, Kälte ausgesetzt oder ist ein Gewitter im Anmarsch, kann das den Behandlungserfolg minimieren oder gar verhindern.
 
Für die Behandlung mit Blutegeln benötigt man daher auf jeden Fall eines – ZEIT.

Behandlungsablauf
Der Egel sucht sich seine optimale Bissstelle mit seinem hochempfindlichen Mund selbst. Ich kann ihn punktuell ansetzen, oder ihn den in Frage kommenden Bereich solange abtasten lassen, bis er die passende Stelle gefunden hat. Er saugt sich an der gewählten Stelle fest und sägt mit seinen drei Kiefern, die aus jeweils ca. 80 kleinen Kalkzähnchen bestehen, eine kleine Wunde in die Hautoberfläche. Dieses Ansägen - der eigentliche Biss - ist kaum spürbar. Tiere zeigen daher kaum eine Abwehr dagegen und lassen die Behandlung in der Regel geduldig über sich ergehen.
Der Saugakt dauert normalerweise 60 bis 90 Minuten - in seltenen Fällen aber auch länger, da der Saugakt nicht unterbrochen werden darf. Während des Saugens gibt der Egel über den Speichel gleichzeitig einen Wirkstoffcocktail an die Bissstelle ab. Diese bis zu 100 enthaltenen Stoffe sind es letztendlich, die zum gewünschten Resultat führen und die Therapie damit so wirkungsvoll machen.
Nachdem der Egel gesättigt ist, lässt er selbst los und fällt von der Bissstelle ab. Darauf folgt ein Nachbluten, dass bis zu 20 Stunden dauern kann und zur Therapie dazu gehört. Beim Nachbluten tritt üblicherweise in etwa die selbe Menge Blut aus, die der Egel abgesaugt hat. Insgesamt erfolgt demnach, ein wenig abhängig von der Grösse des Egels, ein Blutverlust von ca. 50ml. Dieser Blutverlust regt den Organismus zur Produktion von neuem Blut an und löst so einen zusätzlichen Regenerationsprozess aus.

Folgende Substanzen der Saliva (Blutegelspeichel) gelten bislang als identifiziert:
  • Hirudin (abgeleitet von Hirudo medicinalis = medizinischer Blutegel). Ein Wirkstoff der in der Medizin als eigenständiges Arzneimittel eingesetzt wird. Hirudin hemmt die Blutgerinnung und wird u.a. zur Behandlung von Herzinfarkten eingesetzt.
  • Calin. Hemmt ebenfalls die Blutgerinnung und bewirkt im Anschluss an das schnellwirkende Hirudin, die ca. 12h dauernde Wundselbstreinigung durch Nachbluten. Dies entspricht in etwa einem sanften Aderlass.
  • Hyaluronidase. Der Ausbreitungsfaktor, der beim Saugvorgang in Aktion tritt. Dieser bereitet den Weg für die heilenden Substanzen durch Auflockerung des Gewebes vor.
  • Egline und Bdelline. Diese Substanzen wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Indikation beim Pferd und Nutztier
  • Arthritis / Arthrose (z.B. Schale, Spat)
  • Huf- / Klauenerkrankungen (z.B. Rehe, Hornfäule, Huflederhautentzündung, Hufkrebs)
  • Erkrankungen des Bänder- und Sehnenapparates ( z.B. Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen, Fesselträger, Kreuzbandbeschwerden, Patellaluxation)
  • Gallen aller Art
  • Hufrollenproblematik (Podotrochlose, -itis)
  • Wirbelsäulenerkrankungen (Spondylose, Kissing Spines)
  • Ataxien (Störungen der Bewegungskoordination)
  • Kreuzverschlag
  • Myogelosen (Muskelverhärtungen)
  • Druckstellen (Sattel oder Geschirr)
  • Ekzeme (z.B. Sommerekzem, Mauke)
  • Phlegmone (Einschuss), Abzesse
  • Mastitis (Euterentzündungen)
  • Wundheilungsstörung
  • Narbenproblematik (auch alte Narben)
  • Hämatome (Blutergüsse)
  • Oedeme
  • Lymphangitis (Entzündung der Lymphgefässe)

Kontraindikation
  • Fieber
  • Blutverdünnende Medikamente
  • Schlechter Allgemeinzustand
  • Anämie (Blutarmut) oder Leukämie (Blutkrebs)
  • Kachexie (Mager)
Physiotality. Ganzheitliche Physiotherapie für Pferde.    kontakt@physiotality.ch
Stefanie Sahrhage, dipl. Pferdephysiotherapeutin    +41788115894
Copyright © 2019 Physiotality. All rights reserved.    Impressum
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